Projekte

Futterautomat

Da wir auch die Streuner versorgen wollten, wir aber nicht so oft vor Ort sind, wollten wir einen wettergeschützten, stabilen und großen Futterspender haben, der möglichst viel Trockenfutter fasst und einfach zu befüllen ist – ideal für viele hungrige Mäuler an unserer Futterstelle. Da wir nichts Passendes finden konnten, haben wir ihn kurzerhand selbst entworfen und gebaut, komplett in Eigenregie und mit einfachen Mitteln.
Die Optik des Spenders war uns egal.. Es musste schnell gehen und günstig sein 🙂

Die Seitentür ermöglicht eine leichtere Zugänglichkeit und das „Innenleben“ lässt sich besser reinigen. Das kleine Fenster an der Seite bringt Licht hinein und ermöglicht eine kurze Sichtkontrolle.

In jedes Rohr wurde am unteren Ende mit der Stichsäge eine Öffnung geschnitten, nicht zu groß weil sonst quillt das Futter unkontrolliert heraus. Ist die Öffnung aber zu klein kann es zu einer „Verstopfung“ kommen. Am oberen Ende der Rohre befinden sich zueghörige abnehmbare Abdeckungen, welche eine Gummidichtung haben und vor Wasser- und Schmutzeintritt schützen. Das Futter kann von oben für jedes Rohr seperat aufgefüllt/nachgefüllt werden. 

Am Futterautomat wurden dann noch 4 Stück, ca. 20cm hohe, „Holzfüße“ angebaut…. Warum ? Weil Igel dort derart gewütet hatten und der ganze Platz mit Exkrementen bedeckt war!

Die stacheligen Freunde wurden dann aber an einer anderen Stelle versorgt 🙂 

  • Fassungsvermögen ca. 40 kg Futter
  • Höhe ca. 150 cm
  • Breite ca. 120 cm
  • 4 HT-/KG-Rohre (⌀ ca. 110 mm, ca. 50–60 cm hoch)

  • 4 passende Rohrdeckel mit Dichtung

  • Holzrahmen (Kantholz oder Latten, z. B. 40×40 mm)

  • OSB- oder Sperrholzplatten für:

    • Rückwand, Seitenwände, Deckel und Boden

    • Zwischenboden für Rohrhalterung (dient als Führung und schützt vor dem Verrutschen der Rohre)

    • Klappe vorne

    • 2 Tabletts als Futterauffangschalen

    • Schrauben, Winkelverbinder

    • Werkzeug: Akkuschrauber, Stichsäge

Welpentruhe

Gerade in den ersten Wochen brauchen Katzenmütter und ihre Welpen vor allem eines: Ruhe, Wärme und Schutz.
Die Welpentruhe bietet genau das, einen liebevoll gestalteten Rückzugsort.

  • Die Katzenklappe ermöglicht der Mutter freien Zugang und gleichzeitig schützt sie die Jungen vor Kälte, Wind und neugierigen Blicken.
  • Im Inneren sorgt eine Fußbodenheizung für angenehme, gleichmäßige Wärme, gerade bei Frühjahrs- oder Herbstwürfen überlebenswichtig.
  • Die Holzkonstruktion schützt vor Feuchtigkeit und Zugluft und kann bei Bedarf leicht geöffnet und gereinigt werden.

Diese alte Truhe haben wir umgebaut, damit neugeborene Katzenbabys oder junge Welpen einen warmen und geschützten Ort haben, an dem sie gemeinsam mit ihrer Mutter sicher untergebracht sind. 

Der Deckel der Truhe läßt sich komplett öffnen, sollte aber einen Spalt offen bleiben, damit Frischluft eindringen kann. Sollte die eingebaute Katzenklappe nicht genutzt werden, kann man sie komplett geöffnet lassen. Durch den Zugang von oben lässt sich die Truhe einfacher reinigen und man kann rasch reagieren, sollte ein Problem auftreten.

Da es keine passende Heizfolie für den Innenraum gab, wurde der Boden der Truhe entfernt. Wir mussten dann ein seperates Bodenelement bauen. Dieses besteht aus einer ca. 2 cm dicken Styroporplatte als Bodenisolator, darauf wurde eine alubeschichtete Trittschalldämmung gelegt und auf diese dann das Fußbodenheizelement. Auf das Heizelement kamen dann zuletzt noch drei Module Parkettboden.

  • gebrauchte Holztruhe (ca. 40 €)
  • 3 Styroporplatten 1 cm für Innenverkleidung
  • 1 Styroporplatte für den Boden (2-4 cm)
  • Filz für die Innenverkleidung
  • Trittschalldämmung (ca. 20 €)
  • Heizfolie 220 Watt (ca. 20 €)
  • 1 Parkettbodenpackung (ca. 20 €)
  • Scharniere (in meinem Fall, da die alten verrostet waren)
  • Katzentür (ca. 12€)

Gesichertes Grundstück

Projekt „Ausbruchssicherung“

Wie man 1500 m² mit 130m Zaun katzensicher macht… oder es zumindest versucht.

Nachdem wir bereits neun Katzen im Haus haben, war schnell klar, die brauchen mehr Platz. Und zwar richtig viel Platz. Also wollten wir ihnen das komplette Grundstück, von 1500 Quadratmeter zur Verfügung stellen.

Aber wie macht man so eine große Fläche ausbruchssicher?

Unumgänglich ein Zaun: Stabmattenzaun, 2 m hoch, stabil, langlebig, in zwei Wochen gemeinsam mit drei Helfern aufgestellt. Sieht gut aus, steht bombenfest, aber ausbruchssicher war er leider noch nicht. Und da kam das nächste Problem: Das Budget war, sagen wir mal vorsichtig, verbraucht.
Also wie machen wir weiter….

Erste Möglichkeit:
Der klassische Überkletterschutz mit Winkelprofilen und Netz wäre ideal gewesen …
Aber die Materialkosten von über 2000 € sprengten leider unseren Rahmen.

Zweite Möglichkeit:
Teile der Zaunelemente mit Acrylglas/Plexiglas zu bestücken. Auch hier liegen jedoch die Kosten sogar über 3000 €, (Vorteil wäre aber eine einfache und schnelle Montage) und das war eben auch nicht im Budget…

Dritte Möglichkeit:

Oscillot System: Kosten für ca.125 m, über 3000 €, also ebenfalls zu teuer!

Also hieß es: Tüfteln und ausprobieren.

Versuch 1: Die „Rollstange“

Inspiriert vom Oscillot System , kam uns die Idee mit dem „Rollschutz“: Metallstangen, auf die wir glatte Plastikrohre schoben, welche keinen Halt durch die glatte Oberfläche bieten sollen. Findet die Katze dennoch einen Halt auf dem Rohr, müsste sich das Rohr um die eigene Achse drehen. An einigen Stellen haben wir das System montiert, technisch nicht schlecht, aber nicht überall praktikabel und montierbar. An manchen Zaunelementen blieb ein zu großer Abstand zwischen Rohr und Zaun, nicht ideal. Ob’s funktioniert? Noch hat es keine Katze an diesen Stellen versucht, drüberzukommen … aber 100 % trauen wir dem Frieden nicht.
Kosten ca.250 €

Versuch 2: Die „Mini-Drehrollen“

Plan B (aka: Plan Katzenlogik): Dünne Rohre, mühsam in tagelanger Arbeit kleingeschnitten, aufgeschlitzt und auf die oberen Drähte des Zauns gesteckt. Die Idee: Keine Pfote soll Halt finden denn das Röhrchen ist glatt und sollte sich noch dazu drehen .
In der Theorie klang das gut. In der Praxis … hat uns unser Ausbrecherkönig gezeigt das er trotzdem raufklettern konnte.

Warum das System versagt hat? Ehrlich: Wir wissen’s nicht.
Kosten um die 100 €

 

Fazit:

Am Ende konnten wir dann doch den klassischen Überkletterschutz mit Netz umsetzen, da uns ein herzlicher Mensch die Überkletterwinkel aus Nirosta zur Verfügung stellte. Ein riesiges DANKE an dieser Stelle an Wheelie!

Gemeinsam mit einem Helfer konnten wir den Zaun innerhalb von 4 Tage ausbruchssicher machen und damit steht dem Outdoor Abenteuer für unsere Lieblinge nichts mehr im Weg!

Kastration

Kastration rettet Leben bevor es beginnt

Jedes Jahr kommen unzählige Katzen zur Welt, für die es keinen Platz, keine Sicherheit und keine Zukunft gibt. Sie werden geboren in alten Schuppen, unter Containern, auf Feldern und verschwinden oft ebenso schnell wieder, lautlos, qualvoll und unbeachtet.
Was all dieses stille Leid verhindern könnte? Ein einfacher Schritt: die Kastration.

Ein kleiner Eingriff und eine große Wirkung

In der Slowakei sehen wir das Ergebnis unkontrollierter Vermehrung: abgemagerte Mutterkatzen, deren Körper ausgelaugt ist von zu vielen Würfen. Winzige, kranke Kätzchen, die ihre Augen nie richtig öffnen konnten. Verletzte Tiere, die niemand vermisst und niemand versorgt.

Als kleine, private und selbstfinanzierte Tierschutzgruppe fehlt uns die Zeit und das Geld für große Kastrationskampagnen.
Aber wir unterstützen die wenigen Projekte, die es gibt und führen unermüdlich Gespräche mit Menschen, um zum Umdenken zu bewegen.

Unser Appell 

Wir können nicht alle Tiere retten, aber wir können verhindern, dass noch mehr Seelen in dieser Welt verloren gehen.

Wenn du eine unkastrierte Freigängerkatze hast oder jemanden kennst, der Hilfe braucht, sprich mit uns oder anderen Tierschutzvereinen!
Wenn wir es irgendwie möglich machen können, unterstützen wir mit Rat, mit Organisation und manchmal sogar mit finanzieller Hilfe.

Denn jedes Tier, das nicht geboren wird, um zu leiden, ist ein stiller Sieg für den Tierschutz.