Katzenquiz

Hier kommt die ultimative Katzen-Challenge!

Bist du wirklich so katzenkundig, wie du denkst? Stell dich auf ein paar überraschende „Aha!“-Momente ein, denn unsere flauschigen Superjäger haben mehr Tricks auf Lager, als man ahnt.

Also: Frage in Ruhe lesen, den Buchstaben deiner Antwort merken und dann mutig auf „Lösung“ klicken.
Wir wünschen euch dabei jede Menge Spaß !

Seltene und weniger bekannte Fakten

Frage 1: Wieviele Schnurrhaare hat eine durchschnittliche Hauskatze an der Schnauze?

a) 8  (je 4 auf jeder Seite)
b) 12  (je 6 auf jeder Seite)
c) 24  (je 12 auf jeder Seite)
d) 30  (je 15 auf jeder Seite)

c)
24. Eine typische Katze besitzt etwa 24 Mystacial-Vibrissen an der Schnauze, ungefähr 12 auf jeder Seite, meist in vier Reihen angeordnet . Diese langen, dicken Schnurrhaare sind symetrisch verteilt, damit die Katze Entfernungen und Hindernisse präzise einschätzen kann. Weiteres gibt es auch noch Tasthaare am Kinn und über den Augen.

Frage 2: An welcher ungewöhnlichen Stelle besitzen Katzen ebenfalls Schnurrhaare, die sogenannten Karpalvibrissen?

a) Auf der Schwanzspitze
b) An der Rückseite der Vorderbeine
c) Unter der Zunge
d) Auf den Ohrmuscheln

b)
An der Rückseite der Vorderbeine. Neben den Schnurrhaaren im Gesicht haben Katzen auch Karpal-Schnurrhaare an den Vorderbeinen (am „Handgelenk“). Diese speziellen Vibrissen dienen als extra Sinnesorgane und sie helfen der Katze, dicht am Boden oder im Dunkeln Bewegungen und Beute zu erspüren.

Frage 3: Was versteht man unter Schnurrhaar-Stress oder Whisker Fatigue bei Katzen?

a) Eine Überreizung der Schnurrhaare durch ständiges Berühren enger Futternäpfe
b) Die Ermüdung der Gesichtsmuskeln durch dauerhaftes Schnurren
c) Einen Zustand, in dem alle Schnurrhaare gleichzeitig ausfallen
d) Einen Stress, den Katzen empfinden, wenn sie nicht schnurren dürfen

a)
Stress durch übermäßige Reizung der Vibrissen. Katzen können gestresst sein, wenn ihre empfindlichen Schnurrhaare ständig an den Rändern von engen Futternäpfen anstoßen . Dieses Whisker Fatigue genannte Phänomen führt dazu, dass die Katze ungern aus tiefen, schmalen Schüsseln frisst. Abhilfe schafft ein flacherer, breiter Napf, sodass die Tasthaare frei bleiben.

Frage 4: Wie lang ist das längste jemals gemessene Katzenschnurrhaar (Guinness-Weltrekord)?

a) ca. 7 cm
b) ca. 12 cm
c) ca. 19 cm
d) ca. 30 cm

c)
etwa 19 cm. Das längste Schnurrhaar wurde bei Missi, einer Maine-Coon-Katze aus Finnland, mit 19 cm Länge gemessen nahezu drei Mal so lang wie ein durchschnittliches Schnurrhaar! Dieses außergewöhnliche Schnurrhaar verschaffte Missi einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde.

Frage 5: Wieviele Knochen hat das Skelett einer durchschnittlichen Hauskatze ungefähr?

a) etwa 206 (wie der Mensch)
b) etwa 230
c) rund 150
d) über 300

b)
etwa 230 Knochen. Katzen haben mit ~230 Knochen deutlich mehr Knochen als wir Menschen (206). Die zusätzliche Flexibilität kommt u.a. durch mehr Wirbel in der Wirbelsäule (besonders im Schwanz) zustande, was ihrer Beweglichkeit und Geschicklichkeit zugutekommt. (Je nach Rasse kann die Zahl etwas variieren z.B. haben langschwänzige Katzen mehr Wirbel, Manx-Katzen weniger .)

Frage 6: Wieviele Zähne hat eine erwachsene Katze im Gebiss? (Tipp: Kätzchen haben weniger.)

a) 18
b) 26
c) 30
d) 32

c)
30 Zähne. Ausgewachsene Katzen haben insgesamt 30 permanente Zähne, dazu gehören pro Kiefer 6 Schneidezähne, 2 Eckzähne, sowie Vor- und Backenzähne (oben 6, unten 4). Katzenwelpen besitzen zunächst 26 Milchzähne, die ab etwa dem 6. Monat durch die 30 bleibenden Zähne ersetzt werden.

Frage 7: Welche Besonderheit weist das Schlüsselbein (Clavicula) der Katze auf?

a) Es fehlt vollständig, Katzen haben kein Schlüsselbein.
b) Es ist extrem lang und verleiht der Katze besondere Stabilität.
c) Es ist nicht mit anderen Knochen verbunden, sondern frei beweglich im Muskel eingebettet.
d) Es ist mit der Wirbelsäule verwachsen.

c)
Das Schlüsselbein der Katze ist frei liegend und nicht mit dem restlichen Skelett verbunden . Es ist winzig und in die Schultermuskulatur eingebettet. Dadurch können Katzen ihre Schultern sehr eng zusammenführen und sich durch erstaunlich schmale Spalten zwängen. Grundsätzlich überall dort hindurch, wo auch ihr Kopf durchpasst.

Frage 8: Welche knöcherne Struktur besitzen männliche Katzen, die Menschen nicht haben?

a) Einen Penisknochen (Os penis)
b) Einen zusätzlichen Rippenbogen
c) Einen doppelten Schädelknochen
d) Zwei weitere Lendenwirbel

a) Einen Penisknochen. Kater verfügen, wie viele Säugetiere über einen kleinen Penisknochen (Baculum) im Geschlechtsorgan . Menschen fehlt ein solcher Knochen. Diese anatomische Eigenart der Kater ist selten bekannt, hat aber evolutionsbiologische Funktionen (etwa zur Unterstützung bei der Paarung).

Frage 9: Bis zu welcher maximalen Frequenz können Katzen ungefähr hören? (Zum Vergleich: Menschen ~20 kHz)

a) ca. 20 kHz (Menschen ähnlich)
b) ca. 40 kHz
c) ca. 64 kHz
d) über 100 kHz

c)
Etwa 64 kHz. Katzen haben ein ausgezeichnetes Gehör und können sehr hochfrequente Töne bis ~64.000 Hertz wahrnehmen – das ist weit jenseits dessen, was wir Menschen hören können, und sogar höher als das Hörspektrum der meisten Hunde. Dieses Ultraschall-Gehör hilft Katzen z.B. die leisen, hohen Laute von Mäusen oder anderen Nagern aufzuspüren.

Frage 10: Wie viel weniger Licht benötigt eine Katze verglichen mit einem Menschen, um noch sehen zu können?

a) Etwa halb so viel Licht (50%)
b) Ungefähr ein Viertel (25%)
c) Nur rund ein Sechstel (≈16%)
d) Überhaupt kein Licht (0%) – Katzen sehen auch in absoluter Dunkelheit

c)
Etwa ein Sechstel. Katzen können mit circa 1/6 der Lichtmenge auskommen, die Menschen zum Sehen brauchen . Dank einer reflektierenden Schicht im Auge (Tapetum lucidum) und vielen lichtempfindlichen Sehzellen können sie noch bei dämmrigem Licht hervorragend sehen. Ganz ohne Licht geht es allerdings auch für Katzen nicht! In völliger Dunkelheit tappen auch sie im Dunkeln.

Frage 11: Welche Aussage über das Farbsehen von Katzen stimmt?

a) Katzen sind farbenblind und sehen nur schwarz-weiß.
b) Katzen sehen ähnliche Farben wie wir, nur viel schärfer.
c) Katzen sehen Infrarotlicht, aber kein Blau.
d) Katzen können einige Farben erkennen (z.B. Blau und Gelb), aber insgesamt weniger Farbtöne und -sättigung als wir.

d)
Eingeschränktes Farbsehen. Katzen besitzen nur zwei Arten von Farbrezeptoren (Zapfen) im Auge und sind Dichromaten . Sie können Blau- und Gelbtöne gut unterscheiden, sehen Rot-Grün-Kontraste aber deutlich schwächer – ähnlich wie ein farbenblinder Mensch . Insgesamt erscheint ihre Welt weniger bunt und gesättigt. Spannend: Katzenaugen lassen auch UV-Licht passieren, was ihnen möglicherweise zusätzliche Sichtbereiche eröffnet .

Frage 12: Welche Aussage über die Sehschärfe von Katzen stimmt?

a) Katzen sehen sowohl in der Nähe als auch in der Ferne gestochen scharf, besser als Menschen.
b) Katzen sehen am besten sehr nah vor der Nase und erkennen dort feinste Details.
c) Katzen sind leicht kurzsichtig, sehen Objekte in etwa 2–6 Metern am schärfsten und erkennen Bewegungen besser als Details.
d) Katzen können unbewegte Objekte kaum wahrnehmen, egal in welcher Entfernung.

c)
Katzen sind von Natur aus etwas kurzsichtig. Am schärfsten sehen sie Objekte in etwa 2–6 Metern Entfernung. Sehr nahe Dinge, direkt vor der Nase, können sie schlecht fokussieren, dort haben sie sogar einen kleinen blinden Fleck. Deshalb ertasten sie Leckerlis welche man ihnen vor den Mund hält oft erst mit der Pfote oder finden sie über den Geruch.
Dafür sind Katzen echte Profis darin, Bewegungen wahrzunehmen, selbst kleinste!

Frage 13: Was ist das Jacobson-Organ (Vomeronasalorgan) der Katze und wofür wird es genutzt?

a) Ein Sinnesorgan im Gaumen, mit dem Katzen Pheromone und Gerüche „schmecken“ können
b) Ein spezielles Gleichgewichtsorgan im Innenohr für die Landung auf den Pfoten
c) Ein Muskelorgan in den Augenlidern, das das Nachtsehen ermöglicht
d) Ein Organ an der Schwanzwurzel zur Orientierung beim Klettern

a)
Ein Geruchsorgan im Gaumen. Das Jacobson-Organ , gelegen im oberen Gaumen hinter den Schneidezähnen, ermöglicht es Katzen, Pheromone und andere Duftstoffe intensiv auszuwerten . Wenn eine Katze mit leicht geöffnetem Maul „grinst“ und die Zunge etwas herausstreckt (man nennt das Flehmen oder Gähnen), zieht sie Luft zu diesem Organ, um Gerüche gewissermaßen zu schmecken. So können z.B. die Duftmarken anderer Katzen oder die Geruchsinformationen von Beute besser analysiert werden.

Frage 14: Welche dieser Geschmacksempfindungen können Katzen nicht wahrnehmen?

a) Bitter
b) Sauer
c) Salzig
d) Süß

d)
Süß. Katzen haben, anders als wir, keinen Sinn für Süßes. Aufgrund einer genetischen Mutation fehlt ihnen ein Teil des Rezeptors für den Süßgeschmack . Daher reagieren sie kaum oder gar nicht auf zuckerhaltige Nahrung. Ihre Geschmackswelt ist auf Fleischfresser Bedürfnisse zugeschnitten: wichtig sind für sie v.a. herzhafte (umami), bittere oder saure Geschmäcker. Dass manche Samtpfoten trotzdem mal Eis oder Kuchen lecken, liegt eher an Fett- oder Aromastoffen darin, süß „schmecken“ können sie es nicht.

Frage 15: Wie viele Zehen hat eine normale Hauskatze an den Vorder- und Hinterpfoten?

a) 5 vorne und 4 hinten (insgesamt 18)
b) 4 vorne und 4 hinten (16)
c) 5 vorne und 5 hinten (20)
d) 6 vorne und 6 hinten (24)

a)
5 vorne und 4 hinten, also typischerweise 18 Zehen insgesamt. An jeder Vorderpfote haben die meisten Katzen fünf Zehen (inklusive Daumen/Afterkralle), an jeder Hinterpfote vier . Einige Katzen können aufgrund eines genetischen Traits mehr Zehen haben (Polydaktylie), aber 18 ist der Normalfall.

Frage 16: Wie viele Zehen hatte die Katze mit den meisten Zehen, die je dokumentiert wurde (Weltrekord)?

a) 18 (ganz normal, sie hatte keine Extra-Zehen)
b) 22
c) 28
d) 32

c)
28 Zehen. Der Rekordhalter ist ein kanadischer Kater namens Jake, der an jeder Pfote 7 Zehen besaß (normal wären 5 vorne/4 hinten) . Damit brachte er es auf unglaubliche 28 Zehen insgesamt, ein extremer Fall von Polydaktylie. (Zum Vergleich: Die meisten Katzen haben 18 Zehen.)

Frage 17: Über welche Körperstelle können Katzen schwitzen, um sich abzukühlen?

a) Über die Zunge, sie speicheln stark und kühlen durch Verdunstung
b) Über spezielle Drüsen an den Ohrenspitzen
c) Über die Pfotenballen
d) Gar nicht denn Katzen können nicht schwitzen

c)
Über die Pfoten. Katzen besitzen Schweißdrüsen nur an wenigen unbehaarten Stellen, insbesondere an den Pfotenballen . Wenn es sehr heiß ist oder die Katze gestresst ist, sieht man manchmal feuchte Pfotenabdrücke, ein Zeichen dafür, dass sie schwitzt. Da die Drüsen im Fell kaum wirksam sind, regulieren Katzen ihre Temperatur ansonsten vor allem durch Hecheln oder indem sie sich lecken (Speichelverdunstung auf dem Fell).

Frage 18: Wozu dient der kleine Ballen an der Rückseite der Vorderbeine der Katze (der Karpalballen)?

a) Er hat keine bekannte Funktion, es ist ein funktionsloses Überbleibsel der „Evolution“.
b) Er enthält Duftdrüsen zur Markierung des Reviers.
c) Er wirkt als zusätzlicher Stoßdämpfer und „Bremse“ beim Springen und schnellen Laufen.
d) Er hilft der Katze beim Greifen von Beute, ähnlich wie ein Daumen.

c)
Stoßdämpfer und Bremse. Der Karpalballen, das kleine „Zehenbürschchen“ am Handgelenk hat tatsächlich eine wichtige Funktion. Beim Landen von Sprüngen aus großer Höhe federt er den Aufprall mit ab, und beim schnellen Rennen oder Klettern wirkt er wie eine Notbremse für zusätzlichen Halt . So verhindert er, dass die Katze auf glatten Untergründen wegrutscht oder bei der Landung überdreht.

Frage 19: Wie hoch kann eine durchschnittliche Hauskatze aus dem Stand springen?

a) Etwa so hoch wie sie selbst groß ist (1-fache Körperhöhe)
b) Ungefähr doppelt so hoch wie ihre Schulterhöhe (2-fach)
c) Bis zu dreimal so hoch (3-fache Höhe)
d) Fünf- bis sechsmal so hoch wie sie selbst (5–6 × Körperhöhe)

d)
5- bis 6-fache Körperhöhe. Katzen sind unglaubliche Sprungathleten. Eine gesunde erwachsene Katze kann ohne Anlauf problemlos das Fünf- bis Sechsfache ihrer eigenen Körperhöhe hochspringen . Das entspricht etwa 1,5–1,8 Metern bei einer normalen Hauskatze! Zum Vergleich: Ein Mensch müsste über 10 Meter hoch springen, um das gleichzutun.

Frage 20: Welche Höchstgeschwindigkeit kann eine Hauskatze ungefähr erreichen?

a) ca. 20 km/h
b) ca. 30 km/h
c) ca. 48 km/h
d) ca. 80 km/h

c)
Etwa 48 km/h (30 mph). Eine durchschnittliche Hauskatze kann im Sprint beeindruckende ~48 Kilometer pro Stunde erreichen  – schneller als Usain Bolt auf 100 m! Allerdings halten Katzen dieses Tempo nur für sehr kurze Distanzen durch. (Die schnellste Katzenrasse, die ägyptische Mau, soll ebenfalls um die 48 km/h schaffen . Zum Vergleich: Geparden, die schnellsten Großkatzen, toppen ~96 km/h.)

Frage 21: Wie schaffen es Katzen, bei einem Sturz meist auf den Pfoten zu landen?

a) Dank eines angeborenen Stellreflexes: Sie verdrehen ihren flexiblen Körper blitzschnell in der Luft
b) Durch wildes Rudern mit den Pfoten wie mit Flügeln
c) Durch ihren Schwanz, der wie ein Propeller wirkt und sie dreht
d) Gar nicht, das Landen auf den Pfoten ist ein reiner Mythos

a)
Durch den Stellreflex und extreme Biegsamkeit. Katzen haben eine ungewöhnlich flexible Wirbelsäule und keinen starren Schulterschluss (freies Schlüsselbein) . Bei einem Sturz erkennen sie durch das Gleichgewichtsorgan sofort die Richtung „unten“ und drehen ihren Vorder- und Hinterkörper entgegengesetzt, um sich in der Luft auf Pfotenposition zu bringen. Dieser Righting Reflex entwickelt sich schon mit wenigen Wochen . (Ein langer Schwanz kann die Rotation unterstützen, ist aber nicht zwingend nötig, auch schwanzlose Katzen meistern den Trick.)

Frage 22: Wie viele einzelne Muskeln kontrollieren bei Katzen ungefähr die Bewegung jeder Ohrmuschel?

a) 6 Muskeln (etwa so viele wie beim Menschen)
b) 12 Muskeln
c) 20 Muskeln
d) 32 Muskeln

d)
32 Muskeln
pro Ohr. Katzenohren sind hochmobil: Jede Ohrmuschel wird von rund 32 feinen Muskeln bewegt, beim Menschen sind es nur etwa 6 rudimentäre Muskeln. Damit können Katzen ihre Ohren fast 180° drehen , um Geräusche genau anzupeilen oder ihre Stimmung auszudrücken. Dieses präzise Ohrenspiel trägt maßgeblich zu ihrem hervorragenden Gehör und ihrer lautlosen Kommunikation (Ohrstellung) bei.

Frage 23: Wie lange schlafen Katzen durchschnittlich pro Tag?

a) Etwa 4–6 Stunden
b) 8 Stunden (wie Menschen ungefähr)
c) Rund 12–16 Stunden
d) Kaum, höchstens 2–3 Stunden in der Nacht

c)
Ungefähr 12 bis 16 Stunden am Tag. Katzen sind echte Schlafmützen, durchschnittlich 15 Stunden täglich dösen oder schlafen sie . Das kann je nach Alter und Gemüt variieren: Ältere Katzen und ganz junge Kätzchen kommen sogar auf bis zu 20 Stunden. Als dämmerungsaktive Jäger schonen sie ihre Energie am Tag und in der tiefen Nacht, um in der Dämmerung aktiv zu sein. Zwei Drittel ihres Lebens verbringen sie so im Reich der Träume (oder im leichten Dämmerschlaf).

Frage 24: Wieviel Prozent ihrer wachen Zeit verwenden Katzen ungefähr für die Körperpflege (Putzen und Grooming)?

a) Kaum, höchstens 5% – Katzen putzen sich selten
b) Etwa 10%
c) Rund 30–50%
d) Über 80%, fast die ganze Zeit

c)
30 bis 50%. Katzen sind sehr reinliche Tiere und verbringen ein Drittel bis die Hälfte ihrer aktiven Zeit mit Putzen . Ständig wird das Fell geleckt, gewaschen und gekämmt und das hält das Fell sauber, verteilt Hautöl, reguliert die Körpertemperatur (Speichelverdunstung) und baut Stress ab. Sollte eine Katze sich plötzlich vernachlässigen (oder zwanghaft übermäßig putzen), kann das auf gesundheitliche Probleme oder Stress hindeuten.

Frage 25: Stimmt es, dass erwachsene Katzen nur Menschen gegenüber miauen und nicht untereinander?

a) Ja – Katzen miauen hauptsächlich, um mit uns zu „sprechen“
b) Nein – Katzen miauen genauso viel mit Artgenossen
c) Nein – Katzen kommunizieren überhaupt nicht durch Miauen
d) Nur Kater miauen zu Menschen, Kätzinnen nicht

a)
Ja. Ausgewachsene Katzen miauen tatsächlich nur selten miteinander, sie nutzen für die innerartliche Kommunikation eher Körpersprache, Gerüche und andere Laute (Knurren, Fauchen. Das häufige „Miau“ ist überwiegend an uns Menschen gerichtet . Über Jahrtausende haben sich Katzen vermutlich angewöhnt, mit diesem Laut unsere Aufmerksamkeit zu erregen (ähnlich dem Schreien eines Babys). Freilebende verwilderte Katzen miauen deutlich weniger als Hauskatzen, was diese These stützt.

Frage 26: Was versteht man unter dem sogenannten Milchtritt (engl. kneading) bei Katzen?

a) Eine Tretbewegung mit den Vorderpfoten, bei der die Katze rhythmisch weiche Oberflächen „durchknetet“
b) Ein starkes Stampfen mit den Hinterbeinen zur Verteidigung
c) Das Scharren mit den Pfoten in der Katzentoilette nach dem Urinieren
d) Ein Auf-der-Stelle-Trampeln, um Wärme zu erzeugen

a)
Das sanfte, rhythmische „Teigkneten“ mit den Pfoten. Wenn Katzen wohlig auf einer weichen Decke oder auf dem Schoß ihres Menschen mit den Vorderpfoten treten, nennt man das Milchtritt. Dieses Verhalten stammt aus der Kittenzeit: Junge Katzen massieren beim Säugen den Bauch der Mutter, um den Milchfluss anzuregen . Erwachsene Katzen zeigen den Milchtritt, wenn sie sich besonders geborgen fühlen, begleitet oft von lautem Schnurren und manchmal sogar leichtem Sabbern (eine Reminiszenz ans Säugen).

Frage 27: Schnurren Katzen nur, wenn sie sich wohlfühlen, oder auch in anderen Situationen?

a) Nur bei Wohlbefinden, schnurrt eine Katze, ist sie immer glücklich.
b) Sie schnurren auch aus Angst, um Angreifer zu bluffen.
c) Sie schnurren ebenfalls bei Schmerzen oder Stress, vermutlich um sich selbst zu beruhigen.
d) Katzen schnurren willentlich, um Menschen zu manipulieren.

c)
Auch bei Schmerzen oder Stress. Obwohl Schnurren meist Entspannung und Zufriedenheit anzeigt, schnurren Katzen tatsächlich auch in Stress- und Schmerzsituationen, etwa bei Verletzungen, Geburt oder sogar kurz vor dem Tod . Experten vermuten, dass Schnurren eine Art Selbstheilungs- und Beruhigungsmechanismus ist: Die Vibrationen (25–150 Hz) können erwiesenermaßen Heilungsprozesse fördern (z.B. Knochenwachstum) und die Katze beruhigen. Kurz: Schnurren bedeutet nicht immer „ich bin glücklich“, manchmal heißt es auch „mir geht’s nicht gut, ich versuche, Ruhe zu finden“.

Frage 28: Vor wie vielen Jahren etwa wurde die Katze domestiziert bzw. als Haustier gehalten (ältester archäologischer Nachweis)?

a) Vor ca. 2.000 Jahren (zur Römerzeit)
b) Vor ca. 4.000 Jahren (im Alten Ägypten)
c) Vor ca. 9.500 Jahren
d) Erst im Mittelalter (vor ~1.000 Jahren)

c)
Vor etwa 9.500 Jahren. So alt ist das Grab einer Katze, das 2004 auf Zypern entdeckt wurde . Diese Katze wurde neben einem Menschen beigesetzt mit dem Hinweis auf Haltung als Haustier. Damit waren Katzen schon lange vor den alten Ägyptern domestiziert. Man nimmt an, dass die Wildkatzen im Vorderen Orient (Nahost) die Nähe menschlicher Siedlungen suchten, um Vorratskammern von Nagern freizuhalten und so begann vor rund 10.000 Jahren die Freundschaft zwischen Mensch und Katze.

Frage 29: Wie viele „Leben“ sagt der Volksmund, dass Katzen haben? (Stichwort: sprichwörtliche Unverwüstlichkeit)

a) Drei Leben
b) Sieben oder sogar neun Leben – je nach Kulturkreis
c) Zehn Leben
d) Ein einziges, genau wie andere Lebewesen

b)
Sieben bzw. neun Leben. Im deutschen und vielen anderen europäischen Sprachräumen heißt es, Katzen hätten sieben Leben . Im Englischen (und Chinesischen) hingegen spricht man von neun Leben für die Katze . Dieser alte Aberglaube rührt daher, dass Katzen dank ihres Stellreflexes und ihrer Zähigkeit selbst schwere Stürze oft überstehen, sie galten als nahezu unverwüstlich. (Fun Fact: In der Türkei und arabischen Welt sagt man Katzen eher sechs Leben nach, in einigen asiatischen Regionen nur eines, und in Russland sogar neun plus eins, insgesamt zehn! .)

Frage 30: In den Niederlanden gibt es einen kuriosen Aberglauben über Katzen und Geheimnisse. Was besagt er?

a) Katzen dürfen nicht zuhören, wenn über wichtige private Dinge gesprochen wird, da sie sonst alles ausplaudern.
b) Katzen stehlen im Schlaf die Atemluft von Neugeborenen, weshalb man sie nachts aussperrt.
c) Katzen bringen Unglück, wenn sie während eines Heiratsantrags im Raum sind.
d) Katzen können hellsehen und erkennen Lügner sofort an deren Stimme.

a)
Man traut Katzen zu, zu tratschen! In niederländischer Überlieferung heißt es, man solle keine vertraulichen Gespräche führen, wenn eine Katze im Raum ist, sie könnte sonst die Geheimnisse weitersagen . Natürlich können Katzen nicht wirklich sprechen, aber dieser alte Glaube spiegelt auf humorvolle Weise das mysteriöse Image der Katzen in der Folklore wider. (Also keine Sorge: Deine Katze verpetzt dich nicht beim Nachbarn, wenn sie euch belauscht hat.)

Frage 31: Wie alt wurde die älteste jemals dokumentierte Hauskatze der Welt?
a) 19 Jahre
b 26 Jahre
c) 34 Jahre
d) 38 Jahre

d)
38 Jahre. Die Rekordkatze Creme Puff aus Texas wurde 38 Jahre und 3 Tage alt, ein wahrhaft biblisches Alter für eine Katze (die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei ~14 Jahren). Erstaunlich: Ihr Besitzer hatte auch die vorige Rekordkatze (34 Jahre) großgezogen . Offenbar wusste er, wie man Katzen ein langes, glückliches Leben ermöglicht! Dies zeigt, dass mit guter Pflege, Sicherheit drinnen und etwas Glück einige Katzen weit über 20 Jahre alt werden können.